Torkamera – die Diskussion beginnt erneut

- Geposted am 11. Aug, 2009 in den Kategorien Sport

Manchmal kommt es im Fußball zu Situationen, in denen der Schiedsrichter in Bruchteilen von Sekunden entscheiden muss, ob der Ball hinter der Torlinie war oder nicht. Bereits seit längerer Zeit wird darüber diskutiert, in der Fußball-Bundesliga Torkameras einzuführen. Deren Aufgabe: Bei kniffligen Situationen aufzulösen, ob ein Ball vollständig hinter der Linie war.

Am Wochenende startete die Bundesliga in die Saison 2009/2010. Beim Topspiel am Samstagabend zwischen 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern München kam es in der zehnten Spielminute gleich zu einer Situation, die die Diskussion über Torkameras in der Fußballszene Deutschlands neu entfacht hat. Hoffenheims neuer Innenverteidiger Josip Simunic, erst vor der Saison für sieben Millionen Euro von Hertha BSC Berlin verpflichtet, köpfte den Ball an den Innenpfosten, von dort sprang der Ball ins Tor. Bayern-Keeper Rensing konnte zwar noch klären, jedoch deutlich hinter der Linie. Schiedsrichter Babak Rafati allerdings gab im Spiel das Tor nicht, als er nach der Partie die Fernsehbilder sah, erkannte jedoch auch er, dass er falsch entschieden hatte. Solche Fehler sind jedoch menschlich, den Schiedsrichtern kann man kaum einen Vorwurf machen – in so einer Situation. Doch in der heutigen Zeit gibt es hochwertige Technik, mit der solche Situationen vermieden werden können, beispielsweise durch Torkameras. Der Chef der Deutschen Fußball-Liga und fast alle Vertreter der Bundesligisten stehen einer Einführung dieser auch positiv gegenüber, einzig die FIFA und die UEFA lehnen diese bislang ab. Ihre Begründung: Es soll sowohl im Profi-Fußball wie auch bei den Amateuren einheitlich gespielt werden.

Somit werden die Fußball-Fans sich wohl auch in der nächsten Zeit damit abfinden müssen, dass eventuell wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft, um die internationalen Plätze oder gegen den Abstieg durch Fehler verloren gehen, die hätten verhindert werden können.